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Biologie
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Tier- und Pflanzenzüchtung

Ziel:

Welternährungslage verbessern (Ertragssteigerung, Immunität, Wetterresistenz ... ), mehr Nährstoffe, Vitamine, Eignung für rationelle Anbau- und Erntemethoden, besserer Geschmack, mehrere Anlagen auf einer Pflanze, neue sorten, kürzere Wachstumszeit

Züchtungsarten:

Domestikation:

- Züchtung von Haustieren aus Wildtieren

Auslesezüchtung:

- älteste Methode

- unter vielen Lebewesen einer Art werden die mit gewünschter Eigenschaft ausgelesen und weiter vermehrt

- Bedingung für Erfolg: erwünschte Eigenschaft muß erblich sein

- Beispiel: Lupine (als Futterpflanze ungeeignet) Süßlupine (wichtige Futterpflanze)

Kombinationszüchtung:

- verschiedene Rassen werden gekreuzt erwünschte Eigenschaften können sich in einem Nachkommen vereinen

- sehr Vorteilhaft wirkt sich Reinerbigkeit der Elternteile aus Inzucht bei Tieren

- Beispiel: Pansarweizen vereinigt hohen Kornertrag, standfeste Halme und Kälteresistenz

Heterosiszüchtung:

- Kreuzung zweier Rassen bringt in F1-Generation oft besonders kräftige Nachkommen hervor

- mögliche Ursache: mischerbige (heterozygote) Erbanlagen im Nachkommen

- auf diesem Prinzip der Heterosiswirkung beruht Heterosiszüchtung

- Reinerbigkeit wirkt auch hier positiv

- Nachkommen sind Nutzpflanzen/Nutztiere, gehen aus homozygoten Elternteilen (Zuchttiere/Zuchtpflanzen) hervor

- Beispiele: Tomaten, Zuckerrüben, Gurken

Mutationszüchtung:

- durch Mutation veränderte Arten werden auf ihre Eigenschaften hin untersucht, geeignete Arten werden vermehrt

- natürliche Mutation wird durch Mutagene verstärkt (Samen/Pollen werden Röntgenstrahlen ausgesetzt, Behandlung der Keime mit Colchicin [C22H25O6N, Alkaloid der Herbstzeitlose, Mitosegift, stört Verteilung der Chromosomen bei Kernteilung =>Polyploidität des Chromosoms.] )

- Beispiele: tetraploide Birnen und Himbeeren (ertragreicher), Saatweizen (hexaploid)

Züchtung von Pflanzen aus Einzelzellen:

- aus Pollenkörnern/Samenanlagen erfolgt Heranzucht von Pflanzen (diese sind haploid)

- sich teilende Zellen lassen sich diploidisieren (z.B. mit Colchicin)

- Pflanze ist in allen Erbanlagen homozygot => auch rezessive Eigenschaften werden erkennbar Klonung: Pflanzen mit erwünschten Erbanlagen können auch durch Klonung vermehrt werden. Die Nachkommen entstehen auf ungeschlechtlichem Wege und sind der Mutterpflanze erbgleich.

- Embryonenteilung: Teilung eines embryonalen Zellhaufens (bis Achtzellstadium) identische Mehrlinge (seit 1986 angewendet)

- Kerntransfer: Einpflanzung einer embryonalen Zelle in eine entkernte Eizelle (z.B. Rhesusaffen Netti und Dino; 1997)

Einpflanzung des Erbguts einer erwachsenen Zelle in eine entkernte Zelle (z.B. Schaf Dolly 1997)

Einpflanzung des Erbguts eines Zellkerns mit fremden Gen in eine entkernte Zelle (z.B. Schaf Polly 1997)

Erhaltungszüchtung:

- Bewahrung von Hochzuchtformen vor Verschlechterung ihrer Eigenschaften

- Auslese von spontan entstandener Mutanten

- Auslese von leistungsschwächeren Mischlingen (durch Fremdbefruchtung entstanden)

 

Copyright © 1999 fys-online.de ( Thomas Bräuer and Sven Döring )