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Philosophie
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Die griechische Philosophie

Philosophie:

Aus dem Griechischen kommend und bedeutet Weisheits- beziehungsweise Wissensliebe. Philosophie ist die Wissenschaft der allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Natur, Gesellschaft und des Denkens. Sie grenzt sich von den Einzelwissenschaften ab, indem sie die Erkenntnisse der Welt als Ganzes zum Gegenstand hat.

ionisch:

gleichbedeutend mit westgriechisch

Hellenismus:

Bezeichnet die Geschichtsperiode, die mit Alexander dem Großen (336/23 v. Chr.) begann und mit Kleopatra, der letzten hellenistischen Königin (30 v.Chr.) endete. Gekennzeichnet ist diese Epoche durch das Verschmelzen griechischer , orientalischer und ägyptischer Kultur. Im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus stand Ionien, bedingt durch die günstige geografische Lage, an der Spitze der griechischen Kultur. Diese ionische Naturphilosophie entstand in der bedeutendsten Stadt Ioniens, Milet. Das Ziel der ionischen Naturphilosophie war die Klärung der Frage, was das Bleibende im Wechsel der Dinge, was der Urstoff sei, aus dem Dinge entstehen und in den sie zurückkehren. Die Welt an sich wurde als einheitliches, materielles Ganzes gesehen. Die wichtigsten Naturphilosophen waren Thales, der diesen Urstoff als Wasser annahm; Anaximandros, der Apelron als Urstoff verstand und Anaximenes, welcher Luft als den Urstoff betrachtete.

Diese Philosophen nahmen als Grundlage der Welt belebte materielle Substanzen an (Hylozoismus). Gleichsam bedeutend waren für sie auch, neben den philosophischen Fragen, weltliche Probleme. Thales zum Beispiel war auch sehr Politik interessiert.

Phytagoras selbst stammt aus Ionien und war der Begründer der Phytagoreischen Philosophenschule. Er teilte die Auffassungen über den philosophischen Idealismus. Die ersten Vertreter dieser neuen philosophischen Linie wurden deshalb auch als Phytagoreer bezeichnet. Sie sahen die Grundlage der Welt beruhend auf Zahlen beziehungsweise Zahlenverhältnisse. Den Phytagoreern sind deshalb auch viele mathematische, astronomische sowie musiktheoretische Verdienste zu verdanken. Eine andere Bewegung waren die Eleaten, die die Welt als unveränderlich und unteilbar ansahen. Für sie war Vielheit und Veränderung lediglich Schein und Täuschung. Der Hauptvertreter der Eleaten war Parmenides. Der Inhalt ihrer Thesen jedoch widerspricht sich und sie mussten eine scharfsinnige Begriffsdialektik entwickeln.

Phytagoreer und Eleaten waren vor allem mit den aristokratischen Schichten der griechischen Poleis verbunden.

Eine andere philosophische Richtung war die materialistische Philosophie, die erstmalig im 5. Jahrhundert vor Christus auftrat. Begründer war Heraklit, der die Welt im ständigem Wandel, in der Einheit und dem ständigem Kampf der Gegensätze sah.

Entwickelt hat sich dieser Materialismus durch den Aufschwung der Demokratie im 5Jhd. v. Chr., die die gesellschaftliche und ökonomische Grundlage hierfür schuf. Athen jedoch löste bald Ionien als Zentrum der philospischen Entwicklung ab. Anaxagoras war der erste namhafte Philosoph der in Athen wirkte. Der Wandel zum intensiven gesellschaftlichen Leben aber führte zur Abwendung von den naturphilosophischen Grundsetzen.

Eine neue Gruppe, die Sophisten, überdachten die Leitideen und bezogen sie auf die damaligen Probleme. Sie entwickelten eine neue Form der Rhetorik und trugen maßgeblich zum ansteigen des Bildungsniveaus bei. Mit der Zeit traten immer verschiedenere philosophische Strömungen in Erscheinung. Die Sokratiker unter Führung Sokrates' waren beispielsweise der Meinung, dass richtiges Beurteilen die Voraussetzung für angemessenes Verhalten sei. Sie glaubten an die menschliche Vernunft und an die damit verbundene Kraft des Arguments und ihre Ethik war sehr rationalistisch.

Die Kyrenaiker vertraten den Hedonismus, also die Anschauung, dass das streben nach sinnlicher Lust als höchstes Gut gilt. Die Kyniker strebten nach Autarkie, der Unabhängigkeit des Einzelnen und verachteten gleichsam überkommene Zivilisationen. Jedoch führten sie, durch ihre Ansichten,häufig ein Bettler Dasein. Philosophen wie Demokrit, Platon und Aristoteles versuchten ihrerseits von unterschiedlichen Grundvoraussetzungen ausgehend, ein philosophisches System zu schaffen.

Bedingt durch gesellschaftliche Wandlungen, durch Kriege entwickelte sich die hellenistische Philosophie. Ausgehend vom Hellenismus verloren die Poleis, darunter auch Athen, ihre politische Selbstständigkeit. Die neugeschaffene Philosophie bezog sich hauptsächlich auf das Individuum. Der einzelne Mensch sollte vom Äußeren, das nicht in seiner Macht lag, unabhängig sein und innere Ruhe gewinnen. Die Einzelwissenschaften gewannen zusätzlich an Bedeutung und an der Spitze stand Alxandria/Alexandreia.

Die Anhänger der epikurischen Philosophie bezeichneten sich als Epikureer. Sie sahen die andauernde, geistige Lust des Menschen nach Wissen als bedeutendste Eigenschaft an. Für die Epikureer waren die Lust oder Unlust etwas zu tun Anzeichen dafür, ob etwas der menschlichen natur entspricht, oder nicht. Sie sprachen sich gegen politische Betätigung aus und

empfanden eher die Pflege der Freundschaft als bedeutsam. Sie waren die ersten, die den Menschen die Furcht vor Göttern und Tod nehmen wollten. Die idealistische Auffassung der Stoiker bestand aus der Erkenntnis, dass das menschliche Streben nach Ordnung ohne Wissen nicht möglich sei. Sie sahen die Philosophie weniger als Theorie, sondern eher als Leitfaden der praktischen Lebensführung an. Ihr angestrebtes Lebensziel bestand in dem naturgemäßen Leben. Die Skeptiker vertraten die philosophische Richtung des Skeptizismus.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die antike Philosophie eine über 1000 Jahre währende Geschichte umfasst. Die meisten Philosophen der damaligen Zeit waren angehörige des Bürgertums oder des aristokratischen Standes. Zwischen Materialisten und Idealisten kam es oft zu harten Auseinandersetzungen, da Gegensätze wie zum Beispiel Sein oder Werden; Lust oder Tugend einander unversöhnlich gegenüberstanden. Jedoch brachten sie die Philosophieentwicklung wesentlich voran. Die mit der antiken Philosophie einsetzende Schulung des Denkens war eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Herausbildung von den Wissenschaften überhaupt. Die bedeutendsten Vertreter der klassischen Philosophie waren Platon, Aristoteles und Demokrit. Platon lebte von 427 bis 347 vor Christus. Er war Dichter, jedoch nach einem Wettstreit mit Sokrates verbrannte er alle seiner Werke und war seitdem ein treuer Anhänger Sokrates'. Seit der Begegnung mit Sokrates kehrte Platon der Dichtkunst den Rücken zu und beschäftigte sich seither nur noch mit der Philosophie.

Er war der Überzeugung, dass nur Dauerhaftes und Feststehendes zum Gegenstand von Definitionen werden könne, des weiteren unterschied er immer zwischen der Meinung eines Menschen, die für ihn nur Ausdruck eines wandelbaren und fehlgeleiteten menschlichem Wissen sei und dem Wahren Wissen.

Weiterhin wehrte er sich immer gegen die Meinung der Leute, dass Philosophen weltfremd seien.

Aristoteles wurde 62 Jahre alt (384 - 322 v.Chr.).In jungen Jahren besuchte er die Akademie Platons, der 20 Jahre lang sein Lehrmeister war und wie kein anderer sein Denken beeinflusste. Für ihn liegt, im Gegensatz zu seinem Lehrmeister, die Realität auf der Erde und das die Philosophie keinerlei praktischen Nutzen habe. Aristoteles beschäftigte sich vor allem mit der Bedeutung von Worten und ihrem eigentlichen Sinngehalt. Er versuchte das Wissen seiner Zeit in einem Werk zu konzentrieren, beispielsweise ist sein Werk aufgeteilt in Logik, Metaphysik, Ethik, Kunstlehre....

Obwohl Aristoteles eher den Idealisten zu zuordnen ist , enthielt seine philosophischen Gedanken auch materialistische Züge.

Demokrit war der bedeutendste Materialist der Antike, und seiner Überzeugung nach bestand das Wesen der Welt aus der Mechanik der Atome. Die wahrnehmende Seele des Menschen sei auch aus Atomen aufgebaut, so Demokrit, und zwar aus feinen schnell beweglichen Feueratomen.